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Zeittafel
zur Geschichte der kath. Kirche
in Leipzig und der Propsteigemeinde

Die Zeittafel bietet Daten aus rund 1200 Jahren Kirchengeschichte in Leipzig. Sie beruht auf der von Herrn Johann Neudert verfaßten und vom Propsteipfarramt herausgegebenen Chronik "Katholische Kirche in Leipzig seit 1710 und Propsteigemeinde" (ca. 200 Seiten mit zahlreichen S/W- und Farbfotos).

Übersicht

  1. Von den Anfängen bis zur Reformation
  2. Der Wiederbeginn und das Wachsen des katholischen
    Glaubenslebens in der Stadt
  3. Die katholische Gemeinde im wiedererrichteten Bistum Meißen
  4. Der Neuanfang nach dem 2. Weltkrieg
  5. Zeit des Kirchen-Neubaues nach 38-jährigem Verbot durch die SED
  6. Die Gemeinde in der Zeit der Wende und seit der Wiedervereinigung
  7. Caritative Einrichtungen und Schulen der katholischen Gemeinden und
    Orden
  8. Geschichte der Gründung der Tochtergemeinden

Von den Anfängen bis zur Reformation

Vor/um 800 Von einigen Geschichtsschreibern vermuteter Zeitpunkt der Errichtung der St. Jakobskapelle durch Bonifatius oder durch Karl den Großen in der heutigen Jahnallee gegenüber der Einmündung der Jakobstraße
10. Jhd. Deutsche Bauern und Handwerker errichten eine Siedlung und Burg in Nachbarschaft zur slawischen Siedlung Lipzi (= Ort bei den Linden). Beginn der christlichen Mission
1015 Erstmalige urkundliche Erwähnung von Lipzi/Leipzig in der Chronik des Merseburger Bischofs Thietmar
1017 Bischof Thietmar erwänt das Vorhandensein einer Kirche in Leipzig (ohne Namensnennung). Vermutlich ist dies die Petrikirche.
Um 1160 Leipzig erhält das Stadtrecht. Beginn der Periode der mittelalterlichen Kirchen- und Klosterbauten in der Stadt
1539 Zu Pfingsten allgemeine Einführung der Reformation in der Stadt

Lage der Kirchen und Klöster im mittelalterlichen Leipzig
1 Jakobskapelle
2 Augustinerchorherrenstift und -kirche " St. Thomas
3 Nikolaikirche
4 Erste Peterskirche
4a Zweite Peterskirche
5 Johanniskirche
6 Dominikanerkloster und -kirche "St. Pauli"
7 Franziskanerkloster und -kirche "Zum Hl. Geist"
8 Katharinenkapelle
9 Kapelle "Zu Unserer Lieben Frauen"10 Benediktinerinnenkloster "St. Georg"
11 Kath. Kapelle in der Pleißenburg (ab 1710)
12 Erste St. Trinitatiskirche (ab 1847)
13 Neue Propsteikirche St. Trinitatis (ab 1982)


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Der Wiederbeginn und das Wachsen des katholischen Glaubenslebens
in der Stadt

1697 Während der Michaelismesse (Ende September) wahrscheinlich erster (noch heimlicher) katholischer Gottesdienst nach der Reformation; Der Franziskanerpater Verkühlen betreut ab 1703 die Katholiken der Stadt.
1710 Am Pfingstsonntag erster öffentlicher katholischer Gottesdienst nach der Reformation in einem zur Kapelle hergerichteten Raum im Torhaus der Pleißenburg; Pater Eggerth SJ wird erster Pfarrer.
1719 Die Gottesdienstkapelle erhält eine Orgel
1738 Die zu klein gewordene Pleißenburg-Kapelle wird erweitert. Die Gemeinde hat bereits über 200 Mitglieder.
1773 Papst Clemens XIV. hebt den Jesuitenorden auf. Die Patres betreuen die Gemeinde fortan als Weltpriester.
1833 Das Lied "Stille Nacht, heilige Nacht" wird zu Weihnachten im Gemeindegottesdienst gesungen, wahrscheinlich erstmals in Deutschland außerhalb seines Entstehungsortes und des Zillertales. Die Gemeinde hat zu dieser Zeit über 1.000 Mitglieder.
20.6.1841 Plötzlich auftretende Gewölbeschäden in der Pleißenburg-Kapelle machen die Feier von Gottesdiensten fortan unmöglich.
19.9.1847 Kirchweihe der ersten Trinitatiskirche in der Rudolphstraße (100 Meter westlich des heutigen Neuen Rathauses)

"Die der Heiligsten Dreieinigkeit
geweihte katholische Kirche
zu Leipzig nach Zeichnungen von Carl Heideloff, 1847"
(aus der Gemeindechronik von 1897)


Inneres der ersten Trinitatiskirche
1849 Gründung des Frauenvereins (erste Vereinsgründung der Gemeinde); 8.4.1861 Gesellenverein; 1878 Cäcilien-Verein;
1886 Weihe des Kolpinhauses, Wiesenstraße 23, heute Gustav-Mahler-Straße, als Hospiz der Wandererfürsorge des Gesellenvereins.
Jan. 1894 Erste Erwähnung des Kirchenchores unter Kantor Hugo Löbmann; seither ununterbrochene Chortradition in der Gemeinde
5.6.1910 200-jähriges Gemeindejubiläum

Ansichtskarte der Zweihundertjahrfeier der Gemeinde mit der Pleißenburgkapelle und der alten Trinitatiskirche
4.7.1917 Die Gemeinde muß die beiden großen Glocken abliefern. Diese werden am folgenden Tag zerschlagen und abtransportiert.

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Die katholische Gemeinde im wiedererrichteten Bistum Meißen

26.6.1921 Proklamation der Wiedererrichtung des Bistums Meißen, zu welchem fortan Leipzig gehört
29.6.1921 Nuntius Pacelli, der spätere Papst Pius XII., besucht die Gemeinde und die Stadt.
24.-27.7.23 Erste Diözesansynode im Kloster St. Marienstern; Der Bischof erhebt die Trinitatiskirche "zur Würde und zum Ehrenrang einer Propsteikirche". Der jeweilige Pfarrer trägt den Ehrentitel "Propst" (praepositus = Vorsteher).
22.3.1925 Glockenweihe für 3 neue Glocken an Stelle der im Krieg abgelieferten Vorgängerinnen
Okt. 1927 Das "St. Benno-Blatt" beginnt sein Erscheinen mit wöchentlich 16 Seiten. Ab Mai 1928 erscheint an dessen Stelle monatlich das "Leipziger Gemeindeblatt" mit Nachrichten für alle Pfarreien des Archipresbyterates (=Dekanat) Leipzig.
7. 6.1936 Auf bischöflichen Wunsch hin wird künftig jedes Jahr am Dreifaltigkeitssonntag die "Feier des Gottesbekenntnisses für die katholische Jugend" begangen, um der Naziideologie zu begegnen.
12.6.1938 Weihe der vierten Glocke der Propsteikirche (Sie steht heute im Lichthof des neuen Gemeindezentrums.)
10.5.1941 Propst Stranz weiht die Kapelle und das Internat der Studentengemeinde, Peterssteinweg 17, ein.
4.12.1941 3 der 4 Glocken der Propsteikirche müssen für den Krieg abgegeben werden.
1941 od.42 Das Lucas-Cranach (d.Ä.)-Gemälde der Propsteikirche (Christus am Kreuz, 180 cm x 81 cm) wird zum Zweck der Auslagerung vor Kriegsschäden zunächst ins Leipziger Bildermuseum verbracht. Es wird seither vermißt.
1942 Am Tag des hl. Michael beginnt die Tradition der Jugend-Abendmesse
4.12.1943 An diesem Samstagmorgen um 4 Uhr wird die Propsteikirche durch einen großen Bombenangriff schwer beschädigt. Es bleiben nur die Außenmauern und der Kirchturm stehen.

Außenansicht der Kirchenruine. Die Pappel vor dem weggebomten Altarraum hat das Inferno überlebt und steht heute noch.

Ende 1943 Beginn des Umbaues eines Saales des Kolpinghauses als Gottesdienstraum für die Gemeinde.
20.2.1944 Ein weiterer großer Bombenangriff beschädigt das St. Josephshaus und zerstört das Presbyterium (Altarraum) der Propsteikirche.
27.2.1945 Zerstörung des Josephshauses und des Pfarramtes durch einen Bombenangriff; Beschädigung des Kolpinghauses


Der Neuanfang nach dem 2. Weltkrieg

5.5.1946 Erster Sonntagsgottesdienst der Gemeinde in der Dominikanerkirche St. Pauli, genannt Universitätskirche (Interimslösung bis zum geplanten Wiederaufbau der zerstörten Propsteikirche)
1947 Am Dreifaltigkeitssonntag ist die erste Predigt der Jesuitenpatres in der Universitätskirche.
1948 Die Fronleichnamsfeier der Leipziger Gemeinden ist nach Genehmigung der sowjetischen Kommandantur erstmals auf der Rennbahn.
1949 Die erste Umbauphase der Kapelle im Kolpinghaus ist beendet.
1950 Beginn der Enttrümmerung der Ruine der Propsteikirche und deren Sicherung gegen Einsturz als Vorarbeit zu deren Wiederaufbau
1953 Eröffnung des Bischof-Petrus-Hauses, Prinz-Eugen-Str. 28/30, als kath. Studienheim
1953 Pater Gordian OP hält erstmals die Fastenpredigten für die Gemeinde in der Universitätskirche.
31.10.1954 Die schriftliche Standortgenehmigung zum Neubau der Propsteikirche am alten Standort wird erteilt.
Nov./Dez. 54 Sprengung der Ruine der Propsteikirche zum Zweck der Schaffung der Baufreiheit für die neue Kirche
Anf. 1955 Rückziehung der Standortgenehmigung für den Kirchbau; . Die für den Dreifaltigkeitssonntag geplante Grundsteinlegung der neuen, größeren Kirche kann nicht stattfinden.
25.9.1955 Abschiedsgottesdienst von Propst Dr. Spülbeck, der am zum Bischof geweiht worden war.

Bischof Dr. Spülbeck zieht in die überfüllte Universitätskirche ein.
Aufnahme vom Abschiedsgottesdienst als Propst am 25. September 1955
Aug. 1957 Die Stadt beschlagnahmt das auf dem Kirchengrundstück gelagerte Baumaterial, ebnet die Fläche ein und begrünt sie.
1959 Erneute Renovierung der Kolpinghauskapelle wird wegen der Vielzahl der Gottesdienste in ihr notwendig und durchgeführt.
1960 Die Gemeinde begeht das 250-jährige Jubiläum ihres Bestehens mit Gottesdiensten und Veranstaltungen.
1960 Drei offengelegte Bebauungsvorschläge für den Karl-Marx-Platz (jetzt wieder: Augustusplatz) setzen die Abtragung der von der Gemeinde als Sonntags-Gottesdienstraum genutzten Universitätskirche voraus.
April 1961 Die Kolpingsfamilie begeht den 100. Jahrestag ihres Bestehens.
3.2.1966 Ortsbesichtigung mit dem Stadtarchitekten am neuen vorgeschlagenen Kirchenstandort der künftigen Propsteikirche am Westplatz (Käthe-Kollwitz-Str./Friedrich-Ebert-Str.)
28.5.1966 Erstmalige Feier der Sonntag-Vorabendmesse
9.1.1967 Erstmaliges Hauskreistreffen im Bischof-Petrus-Haus
14.8.1967 Umstellungen des Bebauungsplanes der Stadt stellen den Kirchenbau wieder in Frage.
18.5.1968 Die Pfarrgemeinde wird mündlich davon in Kenntnis gesetzt, daß die Universitätskirche einem sozialistischen Neubau weichen müsse.
23.5.1968 In der überfüllten Universitätskirche feiert die Gemeinde am Himmelfahrtstag um 19 Uhr den letzten Gottesdienst. Unmittelbar danach wird die Kirche durch die Volkspolizei gesperrt.
30.5.1968 Die SED läßt die Universitätskirche, eine gotische Hallenkirche von kulturhistorischem Rang, gegen den Willen der Christen sprengen. Die Gemeinde nutzt fortan die Lutherkirche als sonntäglichen Gottesdienstort.


Die unseelige Sprengung der Universitätskirche - hier kurz nach der
Zündung der Sprengladungen vom Augustusplatz aus gesehen.

22.9.1968 Die Hauptfeier der Leipziger Gemeinden zum 1000-jährigen Bistumsjubiläum mit Bischof Otto Spülbeck wird in der Petrikirche gehalten.
26.1.1969 Zum erstenmal wird ein Pfarrgemeinderat gewählt.
12.-15. 6. 69 Erste Tagung der Bistumssynode Meißen; Propst Pfeiffer und 3 weitere Gemeindemitglieder nehmen daran teil.
31.1.1971 Die ersten Diakonatshelfer der Gemeinde erhalten die bischöfliche Sendung.
1972 Der Fronleichnamsgottesdienst der Leipziger Gemeinden findet erstmals in der Petrikirche statt.
1972 / 1973 Der Rat des Bezirkes Leipzig lehnt jedwede Kirchbauverhandlungen als "nutzlos" ab.
1974 Erneuter, letzter Umbau und Vergrößerung der Kapelle im Kolpinghaus; Einbau einer einmanualigen Orgel


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Zeit des Kirchen-Neubaues nach 38-jährigem Verbot durch die SED

1975 Das Ordinariat verhandelt mit dem Außenhandelsministerium wegen des Baues der Propsteikirche auf Devisenbasis. Der Rat der Stadt muß auf Weisung der DDR-Regierung einen Bauplatz anbieten.
12.10.1976 Der Oberbürgermeister übergibt den Standortvorschlag "Emil-Fuchs-Straße 5-7" für den Kirchbau an Propst Elsner. Den alten Standort am Neuen Rathaus genehmigte die SED nicht.
22.6.1979 Beginn der Bauarbeiten am Gemeindezentrum
24.10.1980 Bischof Gerhard Schaffran legt den Grundstein für die neue Propsteikirche und das Gemeindezentrum.

Bischof Gerhard Schaffran legt den Grundstein für die neue
Propsteikirche und das Gemeindezentrum.

1982 Am Pfingstmontag weiht Bischof Gerhard Schaffran 4 Bronzeglocken für die neue Propsteikirche.
21.11.1982 Bischof Gerhard Schaffran weiht die neue Propsteikirche. Die Baukosten in Höhe von 7 Mill. DM werden aus Spenden der Katholiken der Bundesrepublik beglichen. Die Kosten für die Inneneinrichtung trägt die Gemeinde.
1983 Die Leipziger Gemeinden feiern ihren gemeinsamen Fronleichnamsgottesdienst erstmals im Rosental
11.11.1983 Der aus Anlaß von Luthers 500. Geburtstag in Leipzig weilende Leiter des Sekretariates für die Einheit der Christen, Kardinal Willebrands, feiert die Eucharistie in der Propsteikirche.
4.12.1983 Die Gemeinde gedenkt des 40. Jahrestages der Zerstörung der alten Propsteikirche mit einem Meditationsgottesdienst.
1983 Beim Weihnachtsliedersingen der Propsteigemeinde in der Nikolaikirche am 2. Weihnachtsfeiertag singt der Propsteichor anläßlich der 150-jährigen Wiederkehr desTages, an welchem das Lied "Stille Nacht, heilige Nacht" erstmals im Weihnachtsgottesdienst der St.Trinitatisgemeinde gesungen worden ist, das Lied in der Originalfassung (zweistimmig, mit Gitarre begleitet)
1986 Die Kolpingsfamilie begeht den 125. Jahrestag ihrer Gründung.
1987 Am Dreifaltigkeitssonntag weiht Weihbischof Georg Weinhold die Orgel der Propsteikirche.
6.-9.6.1989 Mehrere Veranstaltungen und Gottesdienste des Evangelischen Kirchentages finden in der Propstei statt.


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Die Gemeinde in der Zeit der Wende und seit der Wiedervereinigung

9.10.1989 Am Vormittag dieses denkwürdigen Montags beschließen die Priester des Dekanates eine Erklärung zur Lage in der Stadt, die beim 17-Uhr-Friedensgebet in allen Kirchen verlesen wird.
23.10.1989 An diesem Montag ist das erste Friedensgebet in der überfüllten Propsteikirche. Damit finden in nunmehr sechs Kirchen der Stadt Friedensgebete statt.
Dez. 1989 Beginn der Partnerschaft der Gemeinde mit der Propsteigemeinde St. Clemens Hannover
1991 Im Herbst überträgt das ZDF drei Sonntagsgottesdienste aus der Propstei. Eine Flut von Anrufen und Briefen erreicht daraufhin die Gemeinde.
5.4.1992 Die ersten Kommunionhelferinnen werden in ihren Dienst eingeführt.
1994 Der Propsteichor begeht den 100. Jahrestag seiner Gründung, der Jugendchor den 25. Jahrestag. Beide Chöre gestalten mehrere Gottesdienste und Geistliche Konzerte.
11.5.1997 Der KKV feiert anläßlich seines Bundestreffens in Leipzig den Sonntagsgottesdienst in der Propsteikirche.


Aufnahme vom 11. Mai 1997:
Bischof Joachim Reinelt feiert mit der Gemeinde und mit den Delegierten des KKV Eucharistie.

13.3.1999 Erstmals in der Gemeindegeschichte erklingt in der Propsteikirche Johann Sebastian Bachs Johannespassion. Der Propsteichor unter Kantor Kurt Grahl singt sie als Benefizkonzert für AIDS-erkrankte Kinder in Rumänien.


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Caritative Einrichtungen und Schulen der katholischen
Gemeinden und Orden

1710 Priester des Jesuitenordens übernehmen die Seelsorge der Trinitatisgemeinde.
1720 Gründung der katholischen Schule in einem Raum der Pleißenburg
1779 Italienische katholische Kaufleute gründen einen Schulfond zur Anhebung des Bildungsniveaus der Kinder
1816 Umwandlung des Schulfonds in eine Stiftung
23.1.1855 Gründung des Vinzenzvereins
1858 Die Schule zieht aus der Pleißenburg in gemeindeeigene Räume in die Rudolphstr. 7 um.
8.9.1861 Gründung des Elisabeth-Vereins
30.4.1911 Gründung des St. Agnesvereins
1865 Die ersten Grauen Schwestern kommen nach Leipzig und betreuen Waisenkinder und Kranke.
1888 Einrichtung der katholischen Schule in einem städtischen Schulgebäude in der Alexanderstraße
24.10.1893 Einweihung der Krankenstation im St. Josephshaus, Rudolphstraße 7
1893 Eröffnung der katholischen Zweigschule Reudnitz; Errichtung des Vincentiusasyl am selben Ort
1894 Eröffnung der katholischen Zweigschule Lindenau
1.5.1905 Eröffnung der katholischen Zweigschule in Leipzig-Gohlis
21.11.1911 Weihe der Kapelle im St. Josephhaus
Nov. 1911 Eröffnung des Heims "St. Elisabeth" in der Rudolphstraße 5
7.10.1914 Einrichtung eines Lazaretts im St. Josephshaus
6.10.1921 Gründung des Caritasverbandes Leipzig (erster überpfarrlicher Verband nach der Bistumsgründung)
9.1.1925 Zwei "Nazarethschwestern für Familiencaritas" beginnen ihren Dienst in der Stadt.
10.1.1927 Zwei Caritasschwestern vom 3. Orden des hl. Franziskus kommen in die Stadt.
1.3.1927 Die Gemeinde kauft das Grundstück Elsterstraße 15. Das zu errichtende Haus soll der caritativen Frauenarbeit dienen.
9.12.1929 Propst Stranz eröffnet das Agnesheim, ein Fürsorgeheim für Frauen und Mädchen, Elsterstraße 15. Seine Weihe ist am 8.12.1931.
15.11.1931 Weihe des St. Elisabethkrankenhauses;
Eigentümer ist das Kirchenlehen St. Trinitatis
1931 Die Karmelitinnen aus Vechta kaufen ein Grundstück in Leipzig-Leutzsch und in Engelsdorf und errichten je ein Kinderheim.
1934 Gründung der Bahnhofsmission; Träger ist der Fürsorgeverein (1939 deren Schließung durch die Nazis)
2.5.1938 Die katholischen Schulen werden auf staatliche Anweisung hin geschlossen.
27.2.1945 Zerstörung des Josephshauses durch einen Bombenangriff
8.7.1945 Das St. Elisabethkrankenhaus wird wieder öffentliches Krankenhaus, nachdem es im Krieg als ein der Wehrmacht unterstelltes Lazarett gedient hatte.
Sommer 1945 Wiedererrichtung der Bahnhofsmission gemeinsam mit der Inneren Mission (im März 1956 behördlich angeordnete Schließung)
Sept. 1950 Jesuiten gründen die "Katholische Diasporamission" in der Mozartstraße.
19.11.1961 Die Elisabethkonferenz begeht den 100. Jahrestag ihres Bestehens.
1972/73 In Engelsdorf wird ein Altenheim errichtet.
1974 Die letzten Grauen Schwestern verlassen das St. Elisabethkrankenhaus und kehren in ihr Mutterhaus zurück.
1976 Beginn der Ausbildung von Schwestern und Pflegern in der Fachschule des St. Elisabethkrankenhauses
1983 Errichtung einer Werkstatt für behinderte Erwachsene im Agneshaus, Elsterstr. 15
27.8.1991 Die letzten in der Gemeinde-Caritas verbliebenen Grauen Schwestern kehren in ihr Mutterhaus zurück. Ihr Orden hat 127 Jahre in Leipzig gewirkt.
1991 Schwestern der Kongregationen "Missionarinnen Christi" und "Unsere Frau von der Liebe des Guten Hirten" gründen in Leipzig je eine Niederlassung.
1991 Jesuiten der Oberdeutschen Ordensprovinz gründen in Leipzig eine Niederlassung und machn Krankenhaus-, Kinder- und Randgruppenseelsorge.
1991 Zwei Patres der Herz-Jesu- Missionare kommen nach Leipzig und werden Gemeindepfarrer.
4. 5.1993 Eröffnung der Vertreterversammlung des Deutschen Caritasverbandes mit einem Gottesdienst in der Propsteikirche
1993 Eröffnung der Ökumenischen Bahnhofsmission (Träger katholischerseits ist der Caritasverband Leipzig e.V.)
22.7.1994 Die Jesuiten der "Katholischen Diasporamission", Mozartstraße, feiern mit Weihbischof Weinhold ihren Abschiedsgottesdienst in der Propsteikirche und verlassen Leipzig.
1995 Errichtung des Caritas-Kinder-und Jugenddorfes in Markkleeberg
5. 10. 1996 Der Caritasverband Leipzig feiert mit Bischof Reinelt in der Propsteikirche den 75. Jahrestag seines Bestehens.
1995 Eröffnung der "Oase", Kontaktstube für obdachlose Bürger (Träger katholischerseits ist der Caritasverband Leipzig e.V.)
28. 8. 1998 Einweihung des Neubautraktes und der neuen Gottesdienstkapelle des St. Elisabethkrankenhauses durch Bischof Joachim Reinelt;
Das St. Elisabethkrankenhaus ist seit der Wiedervereinigung eine Gemeinnützige GmbH, deren alleiniger Gesellschafter das Kirchenlehen St. Trinitatis bleibt.


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Geschichte der Gründung der Tochtergemeinden

10.11.1857 Weihe der St.Trinitatiskirche in Grimma (erste Filialkirche der Gemeinde)
13.8.1893 Benediktion (Weihe durch einen Priester) der ersten Leipziger Filialkirche "St. Laurentius" im Stadtteil Reudnitz; Errichtung der Expositur; Konsekration (Weihe durch einen Bischof) der Kirche am 11.12.1938
1896 Weihe der Kirche "Maria, Hilfe der Christen" in Markranstädt
20.6.1898 Erster Gottesdienst in der Turnhalle der neuerbauten kath. Volksschule Leipzig-West (Lindenau)
3.12.1899 Vikariatsrat Richard Halm benediziert die Kirche in Wurzen. Eigene Kirchenbücher der Gemeinde ab 1893; Kirchweihe durch Bischof Aloys Schäfer am 5. 5. 1910
1.7.1901 Errichtung der Pfarrei "St. Laurentius" in Leipzig-Reudnitz
1.1.1903 Errichtung der Seelsorgstelle Leipzig-Lindenau
1.4.1904 Errichtung der Pfarrbezirke Leipzig-Lindenau und Wurzen
30.4.1905 Erster Gottesdienst in Leipzig-Gohlis in einer Turnhalle
27.9.1908 Weihe der Liebfrauenkirche Leipzig-Lindenau durch Bischof Aloys Schäfer
23.12.1910 Weihe der Kapelle am Jägerplatz (Leipzig-Gohlis) ; von da ab dort regelmäßig Sonntagsgottesdienst
30.3.1913 Pfarrer Stranz feiert mit 100 Gemeindemitgliedern den ersten Gottesdienst in Pegau.
1.8.1918 Errichtung der Expositur Borna
1.7.1919 Errichtung der Expositur Leipzig-Gohlis; eigene Kirchenbücher ab 1920; Pfarrei ab 24.7.1923
5.10.1919 Weihe der Kapelle "St. Josef" in Borna durch Bischof Franz Löbmann; eigene Kirchenbücher ab 1919
1.1.1920 Errichtung der Expositur Grimma
23. 1.1921 Erster Gottesdienst in Leipzig-Connewitz in einem Kino
16.10.1921 Erster Gottesdienst in Leipzig-Schönefeld in einem Raum des Rathauses
24.7.1923 Die Expositur Grimma wird eigenständige Pfarrei "St. Trinitatis".
24.7.1923 Errichtung der Pfarrei "Herz Jesu" in Wurzen
25.11.1923 Weihe der Akademiker-Gedächtniskirche "St. Georg" in Leipzig-Gohlis durch Bischof Dr. Christian Schreiber
1.1.1924 Gründung der Exposituren Leipzig-Schönefeld und Leipzig-Connewitz
1924 Ab diesem Jahr eigenes Tauf-, Trau- und Totenbuch der Gemeinde Leipzig-Connewitz
19.10.1924 Erster Gottesdienst in Zwenkau im Saal der Gastwirtschaft "Sommerlust"
1.8.1926 Ab diesem Zeitpunkt eigenes Tauf-, Trau- und Totenbuch der Gemeinde "Maria, Hilfe der Christenheit" in Markranstädt
23.9.1928 Weihe der Notkirche "Zur hLeipzig Familie" in Leipzig-Schönefeld
1.1.1929 Die Expositur Leipzig-Connewitz wird die Pfarrei "St. Bonifatius".
19.1.1930 Bischof Christian Schreiber weiht die Kaufmanns-Gedächtniskirche "St. Bonifatius" in Leipzig-Connewitz ein.
1930? Erster Gottesdienst in Engelsdorf (Kapelle in einem ehemaligen Bauerngehöft)
20.12.1931 Weihe der Albertus-Magnus-Kapelle in Leipzig-Wahren; Dominikanerpatres betreuen die entstehende Gemeinde.
1933 Erster Gottesdienst in Taucha
16.9.1934? Einführung des ersten Pfarrvikars Alfred Böhm in Zwenkau
1937 Errichtung der Pfarrvikarie Engelsdorf
1. 1.1938 Die Gemeinde "Hl. Familie" in Leipzig-Schönefeld wird eigenständige Pfarrei.
1.1.1938 Gründung der Pfarrvikarie Zwenkau
1940 Ab diesem Jahr eigene Kirchenbücher der Gemeinde Zwenkau
1.4.1940 Gründung der Pfarrvikarie "Christus König", Böhlen
1952 Die Lokalkaplanei "St. Hedwig" Propstei-Süd wird eingerichtet.
26.4.1952 Weihe der Hl.-Geist-Kirche in Zwenkau
12.9.1954 Weihe der Christkönig-Kirche in der Pfarrvikarie Böhlen
10.7.1955 Die Gemeinden Böhlen und Zwenkau werden eigenständige Pfarreien.
1.1.1966 Die Lokalkaplanei Propstei-Süd wird die Pfarrvikarie "St. Hedwig".
1.1.1976 Die Pfarrvikarie "St. Hedwig" wird eigenständige Pfarrei.
10.6.1983 Grundsteinlegung der Martinskirche in Leipzig-Grünau durch Bischof Gerhard Schaffran

 
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Verwaltet über den Kontoinhaber:
Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken
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Konto: 10 000 107
BLZ: 472 603 07
BIC: GENODEM1BKC
IBAN:DE51472603070010000107
Kennwort: Neubau Propstei
Ihre Hilfe bleibt dauerhaft sichtbar:
  • Ab einer Spende von 50 Euro wird Ihr Name in der Liste aller Förderer im Internet veröffentlicht.
  • Spenden ab 250 Euro werden im „Buch der Baumeister“ festgehalten, das später in der Propsteikirche aufbewahrt wird.
  • Und alle Spender von 1000 Euro oder mehr (Einzel- und Dauerspender) werden an einer besonderen Stelle der neuen Kirche „verewigt“.